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Archiv für März, 2011

Tipps für richtiges Anweiden im Frühjahr!

31 Mrz

Das Frühjahr steht vor der Tür und die Gefahren sind auf der Weide zu finden!

Erfahrene Pferdeleute wissen: Frühjahrsgras ist eine richtige Energiebombe! Der Energie- und Proteingehalt des jungen Grases ist zum Teil bis zu 50% höher als das Gras der gleichen Weide 12 Wochen später. Besonders hoch ist allerdings auch der Wassergehalt des jungen Grüns (75-85%). Pferde, die ganzjährig mit freiem Koppelgang gehalten werden, gewöhnen sich gleichmäßig an das junge, energiereiche stark wasserhaltige Gras in dem Maße wie es wächst.

Leider werden jedoch nach wie vor die meisten Pferde im Winter in reiner Boxenhaltung oder maximal mit kleinem Auslauf gehalten. Probleme treten gehäuft dann auf, wenn Pferde mit einer reinen Heu-Haferfütterung aus der Boxenhaltung plötzlich ohne Gewöhnungsphase auf die Frühjahrsweide gestellt werden.

Probleme, die dadurch auftreten, reichen von leichtem Durchfall bis hin zu schweren Koliken:

  • Übergewicht: Einige Pferde nehmen außerordentlich schnell zu, sobald sie auf die reichhaltigen Weiden gelassen werden, da die Pferdebesitzer die Heu- und Haferration im gleichen Maß belassen wie vor der Weidehaltung
  • Durchfall: Der hohe Feuchtigkeitsgehalt des Grases kann bereits zu leichtem Durchfall führen

  • Kolik: Jede abrupte Veränderung der Futterzusammenstellung kann beim Pferd zu einer mehr oder minder schweren Kolik, meist durch Aufgasung des Dickdarms, führen
  • Hufrehe: Energiereiche Fütterung ist besonders bei Ponys und Robustpferderassen mit einem hohen Risiko einer Hufreheerkrankung behaftet. Des Weiteren enthält Frühjahrsgras einen hohen Anteil an Zuckern. Insbesondere Fructan wird nachgesagt das Hufreherisiko deutlich zu erhöhen

  • Verletzungen: Der Übermut nach der langen Zeit im Stall oder im kleinen Paddock lassen Pferde bei den ersten Koppelgängen sehr stark aufdrehen und man kann bei falscher Zusammensetzung von Herden Verletzungen aller Art erwarten

Pferdebesitzer stehen somit jedes Jahr von neuem vor der Frage wie und wann beginne ich mein Pferd an die beginnende Koppelsaison zu gewöhnen.

Der richtige Zeitpunkt ist stark von der zur Verfügung stehenden Fläche, der Anzahl der Pferde und der Witterung abhängig. Eine Horde tobender Pferde voller Frühlingsgefühle können binnen weniger Minuten eine mit zartem Grün überzogene Weide in einen unansehnlichen Acker verwandeln, welcher für den Rest des Jahres nur noch als Matschauslauf genutzt werden kann.

Für Pferdebesitzer gibt es verschiedene Methoden, Probleme während des Anweidens zu minimieren. Eine Möglichkeit ist, den Pferden unmittelbar vor dem Koppelgang ausreichende Mengen an Heu zur Verfügung zu stellen. Mit einem vollen Magen fressen die Pferde deutlich weniger von dem jungen Gras. Auch die Zeit der ersten Koppelgänge sollte strikt reguliert werden. Maximal 20 min zweimal täglich ist eine grobe Richtlinie, die jedoch für jedes Pferd individuell gekürzt werden sollte.

Insbesondere Ponies, Pferde mit bekannten früheren Hufreheschüben und Kaltblüter sollten mit besonderer Sorgfalt angeweidet werden. Eine tägliche Steigerung von 5 bis 10 Minuten ist hier optimal, setzt aber ein gutes Stallmanagement und kompetentes Personal voraus. Auf das Zufüttern von Stroh und Heu sollte nicht ganz verzichtet werden, da das junge Gras sehr rohfaserarm ist.

Bei einigen Erkrankungen ist von uneingeschränktem Weidegang leider abzuraten. Dazu gehören insbesondere Pferde die unter Equine Metabolic Syndrom, Cushing oder Hufrehe leiden. Diese Pferde sollten Ihren Koppelgang auf grasarme (abgeweidete) Koppeln beschränken oder in ihrer Futteraufnahme durch einen speziellen Maulkorb (z. B. von Greenguard) gebremst werden. Durch diesen speziellen Maulkorb kann das übergewichtige oder erkrankte Pferd die Vorzüge des Koppelgangs wie Sozialkontakt, Bewegung und frische Luft genießen ohne unter den Auswirkungen der erhöhten Futteraufnahme leiden zu müssen.

Natürlich gehören Pferde auf die Koppel und brauchen täglich ausreichend Bewegung, jedoch sollte man auch immer die Gefahren kennen.

Damit die Umstellung auf den Frühling auch gesundheitlich ein voller Erfolg wird, bieten wir in unserem Shop unter www.equinatur.de einen breiten Mix an verschiedenen Mineralfutter Produkten an. Diese versorgen das Pferd optimal und bedarfsgerecht mit den im Frühjahr so wichtigen Vitaminen und Spurenelementen.
Alle Produkte von equiNatur sind schonend und so natürlich wie möglich hergestellt. Damit ermöglichen wir eine optimale Verwertung durch Ihr Pferd. Denn – eine gute und ausgewogene Fütterung ist die Basis für gesunde Pferde und Spaß beim Reiten.

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Einen schönen Frühling wünscht Euch,

Euer Team von equiNatur

 

Tipps für den Frühjahrs-Fitness-Check von Pferde-Osteopathin Doris Aichinger

06 Mrz

Wenn der Frühling in die Gänge kommt, möchte man auch wieder mit dem Pferd in die Natur.

Viele Pferde waren im Winter auf Matschkoppeln oder wenn der Boden gefroren war auf der Graskoppel. Das ist zumindest besser, als nur im Paddock zu stehen. Aber auf dem rutschigen und unebenen Boden ist auch schnell was passiert: Ausrutschen, umknicken oder gar stürzen – das führt leicht zu Blockaden, die man als Reiter oft erst später entdeckt.

Pferde-Osteopathin Doris Aichinger von Hipposens gibt Euch hier ein paar Tipps, wie Ihr schnell mit einem kurzen Check überprüfen könnt, ob Euer Pferd fit durch den Winter gekommen ist:

Tritt eine der folgenden Auffälligkeiten plötzlich auf, solltet Ihr weitere Checks durchführen:

  • Verschlechterung bei Rittigkeit oder Leistungsbereitschaft
  • Taktfehler
  • Schweif schief tragen
  • Probleme mit der Balance
  • Wehrt sich gegen das Gebiss


Zudem könnt Ihr selbst recht einfach die Muskulatur Eures Pferde untersuchen:

Dabei checkt Ihr die großen Muskelpartien des Pferdes auf Asymmetrien und Schmerzhaftigkeit. Zeigt das Pferd bei mittlerem Druck Abwehrreaktionen und verbessert sich dies über die nächsten Tage nicht, deutet es auf Verspannungen hin. Testet dazu:

  • Kaumuskulatur
  • Genickmuskulatur
  • Halsmuskulatur insb. Muskelbauch im unteren Halsdrittel oberhalb der Drosselrinne
  • Rückenmuskulatur
  • Kruppen- und Oberschenkelmuskulatur (Achtung: Abwehrreaktion am Knie kann heftig sein)


Zum Abschluß ist eine Untersuchung der knöchernen Strukturen zu empfehlen:

Tastet dafür die folgenden knöchernen Bereiche des Pferdes ab und achtet auf Unregelmäßigkeiten, Asymmetrien oder Schmerzhaftigkeit:

  • Halswirbel
  • Dornfortsätze vom Widerrist bis zur Kruppe
  • Becken: Kreuzbeinhöcker, Hüfthöcker und Sitzbeinhöcker
  • Lässt es sich auf einer oder beiden Seiten schlecht biegen?
  • Verwirft es sich leicht im Genick?
  • Ist es ein großer Unterschied ob man auf dem rechten oder linken Fuß leichttrabt?
  • Galoppiert es auf beiden Seiten gut an oder springt es leicht in Außen- oder Kreuzgalopp?

Solltet Ihr bei den oben genannten Tests Auffälligkeiten feststellen, die auch länger bestehen bleiben und durch Gymnastizierung nicht besser werden, dann solltet Ihr professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Bei Lahmheiten sollte das Pferd in jedem Fall dem Tierarzt vorgestellt werden.

Wenn Ihr das Gefühl habt, dass eine Pferdemassage oder Osteopathiebehandlung sinnvoll ist, dann schaut Euch einfach nach einem Therapeuten in Eurer Umgebung um.

Hier die Kontaktdaten von Doris Aichinger, die im Umkreis von München tätig ist, und die wir aufgrund eigener Erfahrungen auf alle Fälle empfehlen können:

HippoSens® – Doris Aichinger
Pferdetherapeutin, Osteopathin für Pferde
Telefon: +49 (0)8085/187 638 Mobil: +49 (0)151/1234 6852
www.hipposens.de