Selbst wenn man es aufgrund der aktuellen Temperaturen nicht glauben mag, aber wir haben schon Mitte November und gehen mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Winter. Unsere Vierbeiner haben sich bislang in Richtung Pelz schon winterfit gemacht, zupfen aber immer noch die letzten Halme auf der Weide.
Deshalb gibt es an dieser Stelle ein paar nützliche Tipps von uns zur kalten Jahreszeit für Pferde und Reiter:
- Entwurmen nicht vergessen: je nachdem ob die Pferde in einer kleinen Herde oder einem grossen Stall stehen, sollten sie 2-4 Mal im Jahr entwurmt werden. Gerade jetzt, bei der Umstellung von der Weide zum Paddock, ist ein wichtiger Zeitpunkt für die Entwurmung. Also nicht vergessen, sprecht Euren Tierarzt darauf an.
- Arbeitsrhythmus der Jahreszeit anpassen: wenn das Pferd nicht geschoren ist, fängt es jetzt deutlich schneller an zu schwitzen, da das Fell lang ist. In diesem Fall eher längere, leichte Arbeit, und keine wilden Galoppen zu Anfang des Einreitens. Wenn das Pferd draussen steht, sollte es nach dem Reiten gut abgetrocknet und trocken geführt werden, damit es sich nicht erkältet. Solltet Ihr auf einen langen Winterausritt gehen, kann es sich anbieten Elektroylte zuzufüttern, damit der Energiehaushalt des Pferdes stabil bleibt.
- Schwache bzw. alte Pferde besonders gut versorgen: von unserem Senior wissen wir, dass alte, oder kranke Pferde gerade im Winter besonders viel Energie brauchen, um sich warmzuhalten. Hier füttern wir Rübenschnitzel zu, da sie dem Pferd helfen, etwas “Speck” anzusetzen und damit besser warm zu bleiben.
- Risikogruppe Hustenpatienten beachten: gerade in der Übergangszeit, bei feuchtem (nebligen) Wetter tendieren Astmathiker dazu wieder zu husten. Hier empfiehlt es sich, eventuell ein Kräuterpräparat zuzufüttern, damit der Husten auf natürlich Weise abklingen kann. Konstante, leichte Bewegung hilft aber auch hier, damit der Organismus des Pferdes in Bewegung kommt, und angesammelter Schleim leichter abfließen kann.
- Nässe und Kälte strapazieren Hufe: auch die Hufe unserer Vierbeiner stehen im Winter unter einer starken Belastung. Zudem sind viele von ihnen dann weniger beschlagen (z.B. hinten barfuß) als im Sommer. Hier empfehlen wir zum einen ein Huffett, damit der Huf nicht zu schnell brüchig wird. Ein Zusatzfuttermittel mit Kieselgur kann helfen, dass der Huf härter und stabiler wird und somit weniger empfindlich bei gefrorenen Böden reagiert.
- Kleine Vitamingoodies als Dankeschön: zu guter letzt füttern wir selbst gelegentlich ein paar Karotten. Diese kann man im Winter in die meisten Ställe liefern lassen oder bekommt sie beim Gemüsehändler.
Einen guten Start in den Winter wünscht Euch das
equinatur Team
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