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Tags ‘Selenmangel’

E-Selen – weitere Tipps und Praxisbeispiele

09 Okt

In den vorherigen Blocks haben wir bereits einiges zum Thema Selen erzählt… Hier nun ein erneutes Beispiel aus der Praxis sowie ein paar nützliche Tipps und Tricks…

Immer wieder stellt sich die Frage, warum steigt der Selenwert nicht an, trotz Zufütterung. Ich habe bereits erklärt warum unorganische Spurenelemente und Mineralien als Mineralklumpen ausgeschieden werden. Das ist aber nur eine Möglichkeit.

Eisen kann eine weitere sein. Teilweise ist das Trinkwasser in Pferdeställen sehr eisenhaltig. Das kann unter anderem an alten Wasserrohren liegen. Eisen wiederum verhindert (bzw. ist eine zu große Konkurrenz) um die Resorption durch den Darm. Sprich statt Selen wird Eisen aufgenommen.

Eine weitere Möglichkeit sind Darmparasiten. Man mag es kaum glauben, aber trotz intensiver Aufklärung der Pferdebesitzer und potenter Entwurmungspasten, gibt es nach wie vor stark verwurmte Pferde. Wobei nicht die stark verwurmten Pferd das Hauptproblem darstellen. Vielmehr sind es die Patienten, die regelmäßig entwurmt wurden (aber im Stall mit den unentwurmten Pferden stehen). Genau bei denen zeigen sich die Darmparasiten relativ resistent gegen die gängigen Entwurmungspasten. Der Darm dieser Pferde kann aufgrund der ständigen Reizung durch die Parasiten nicht physiologisch arbeiten. Dadurch wird gerade die Aufnahme von Mineralien und Spurenelementen erschwert.

Die Konsequenz für alle Pferdebesitzer ist:

  1. Haltet Euch unbedingt an einen Entwurmungsplan, der jahreszeitlich abgestimmt einen maximalen Effekt bietet
  2. Achtet auf die Gewichtsangaben! Und vor allem darauf, dass das Pferd auch wirklich die komplett verabreichte Menge schluckt. Dadurch können schnell erhebliche Unterdosierungen entstehen, die dann wiederum die Bildung von Resistenzen der Darmparasiten fördert.
  3. Es gibt Wurmkuren deren Wirkstoff sich im Fettgewebe anreichert und damit momentan zu den effektivsten Präparaten zählt. Leider aber auch zu den teuersten. Trotzdem empfehle ich, diese Wirkstoffe einmal im Jahr zu verwenden.
  4. Wenn Ihr davon ausgeht, dass das Pferd stark verwurmt ist, sollte man in jedem Fall zweimal hintereinander entwurmen.
  5. Kot und Blutuntersuchungen können – müssen aber nicht – hilfreich sein für die Diagnostik. Man spricht auch von falsch negativen Ergebnissen.
  6. Falls über eine Blutuntersuchung ein Verwurmungsverdacht geäußert wird und gleichzeitig die Spurenelemente und Mineralien niedrig sind, verwendet am Besten organisch gebundene Inhaltsstoffe
 

E-Selen – weitere Infos und Praxisbeispiele zu diesem wichtigen Spurenelement

06 Okt

Überdosierung von Selen

Hier noch mal eine kurze Info vorab. Bitte achtgeben bei der Fütterung von Selen!

Selen ist kein sehr teures Spurenelement. Daher ist es auch in nahezu jedem Zusatzfutter enthalten. Darum aufgepasst, wenn man verschiedene Präparate mischt, dass man nicht überdosiert. Überdosierungen mit Selen sind sehr gefährlich!

Ein großes Problem ist, dass das Ziel der Hersteller von Zusatzfuttermitteln versuchen, möglichst viele verschiedene Produkte auf den Markt zu bringen. Wenn man zum Beispiel ein Zusatzfuttermittel für die Muskulatur sucht und möglichst alle wichtigen Zusatzstoffe abdecken möchte, benötigt man meist mehrere Produkte. Dann ist meist auch in allen Selen enthalten. Schon sind die Produkte nicht mehr kompartibel!

Genau das wollte ich bei unseren Produkten vermeiden. Wir haben ein reines Muskelpräparat – equiNatur Muskel. Das ist perfekt auf die Muskulatur abgestimmt und ist auch völlig ausreichend. In diesem Fall weisen wir hier auch nochmal darauf hin, dass parallel KEIN E-Selen Präparat verabreicht werden darf.

Und hier noch ein Selen Fall aus der Praxis

Bei einem meiner Kunden, der einen sehr gut geführten Betrieb hat, haben die Pferde, trotz Zufütterung von selenhaltigen Zusatzfuttermitteln ständig niedrige Selenwerte. Egal bei welchem Pferd getestet wurde, immer waren die Selenwerte niedrig. Am Anfang bin ich noch von falsch negativen Werten ausgegangen, weil Spurenelementwerte durchaus auch vom Zeitpunkt der Blutentnahme abhängen. Die Futteraufnahme in zeitlicher Nähe zur Blutentnahme kann durchaus die Werte beeinflussen. Aber bei der Häufung von Pferden mit Selenmangel, konnte das nicht zutreffen. Gleichzeitig gab es durchaus auch klinische Symptome für einen Selenmangel, wie leistungsschwache und steife Pferde. Jedoch war es nicht möglich die schlechten Blutwerte zu verbessen!

Sämtliche Labors und Pathologen die ich zu diesem Problem befragt habe, waren ratlos! Schlussendliche weiterhelfen konnte uns ein Ernährungsberater für Menschen, der mich auf eine gute Idee gebracht hat. Wir hatten uns über die Bioverfügbarkeit verschiedener Produkte und deren Auswirkung auf die Resorption und den Körper unterhalten. In den meisten Mineral- und Spurenelementmischungen liegen die Inhaltsstoffe in anorganischer Form vor, zum Beispiel als Salze. Diese Salze wiederum gehen dann mit anderen anorganischen Bestandteilen der Nahrung im Darm Interaktionen (Verbindungen) ein. Die entstehenden “Mineralklumpen” können einfach aufgrund ihrer Größe vom Verdauungssystem nicht aufgeschlossen werden. Damit sind sie unverdaulich und werden mit dem Kot ausgeschieden. Sie stehen also dem Körper nicht zur Verfügung!

Anders verhält es sich mit organisch gebundenen Mineralien. Das Verdauungssystem ist darauf ausgelegt organisches Material zu verarbeiten und durch die Darmschranke in den Blutkreislauf aufzunehmen (zu resorbieren). Diese so gebundenen Stoffe stehen dem Körper in seiner Gänze zur Verfügung, da ein gesunder Organismus das organische Material nahezu komplett resorbiert. Man spricht von der Bioverfügbarkeit. Selen in organischer Form gibt es gebunden an Aminosäuren.

Zurück zu dem Beispiel aus der Praxis. In dem Betrieb war es möglich den Selenmangel dadurch zu beheben, dass selenhaltigen Aminosäuren verabreicht wurden, die vom Pferdekörper besser resorbiert werden können.

Hier geht’s zu equiNatur E-Selen.